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Ultraschall bei Knochenbruch - eine sichere Alternative zum Röntgen bei Kindern
Aktuelle Studienergebnisse eines Forscherteams aus Essen und Oberhausen zeigen, dass bei Knochenbrüchen von Kindern eine Ultraschalluntersuchung zur Diagnostik sinnvoll eingesetzt werden kann – nicht nur beim Schlüsselbeinbruch, beim Bruch des Schädeldachs und Brüchen der unteren Gliedmaßen, sondern auch bei Unterarm- und Ellenbogenbrüchen.

Bisher wird standardmäßig eine Röntgenuntersuchung durchgeführt, um Brüche bei Kindern diagnostisch abzuklären. „Sie wird sehr großzügig eingesetzt, nicht zuletzt auch aus Sorge vor juristischen Konsequenzen bei nicht erkannten Frakturen“, so Dr. Kolja Eckert vom Elisabeth-Krankenhaus Essen. Daraus resultiere jedoch nicht nur eine große Diskrepanz zwischen der Anzahl der durchgeführten Röntgenuntersuchungen und der Anzahl der damit entdeckten Brüche: „Da Kinder jedoch eine erhöhte Strahlensensibilität zeigen, ist die Etablierung alternativer bildgebender Methoden sinnvoll“, sagt Dr. Ole Ackermann vom Evangelischen Krankenhaus Oberhausen.

Zahlreiche Studien zeigen, dass der Ultraschall in der Diagnose insbesondere bei langen Röhrenknochen dem Röntgen gleichwertig ist und bei Kindern der Ultraschall alternativ zum Röntgen eingesetzt werden kann. Insbesondere wenn durch die Ultraschalluntersuchung ein Knochenbruch ausgeschlossen wird, kann auf das Röntgen verzichtet werden. „Durch den sinnvollen Einsatz des Ultraschalls lässt sich neben einer deutlichen Beschleunigung der diagnostischen Untersuchung auch eine signifikante Senkung der medizinisch verursachten Strahlenbelastung bei Kindern erreichen“, so Dr. Bernd Schweiger vom Universitätsklinikum Essen.

Diese und andere neue Erkenntnisse aus dem Bereich der Kinderradiologie wurden bei der 50. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie e.V. (GPR) Ende September in Jena diskutiert, bei der 250 Experten aus den Bereichen Radiologie, Pädiatrie, Neuroradiologie, Nuklearmedizin und Kardiologie aktuelle Forschungsergebnisse präsentieren. Lesen Sie weiter unter  http://www.gpr-jahrestagung.de/presse/

 

Dr. Bernd Schweiger (Bild rechts), Universitätsklinikum Essen, präsentierte bei der GPR-Jahrestagung die neuen Ergebnisse zur Fraktursonographie bei Kindern.

(Beitrag veröffentlicht am 07.10.2013)

 

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